{Italien} Cinque Terre mit Zug und zu Fuß

{Italien} Cinque Terre mit Zug und zu Fuß

Unser erster Tagesausflug ging natürlich in die Cinque Terre, einen wunderschönen Naturpark, den man am besten zu Fuß, mit dem Schiff oder Bahn erreicht. Wir hatten uns zuerst für Bahn und Fuß entschieden, Schiff sollte später kommen.

Also kauften wir am Bahnhof La Spezia die Cinque Terre Card, die zur kostenlosen Nutzung der Züge berechtigte, zur Nutzung mancher Wanderwege, zur Nutzung von Aufzügen und Shuttlebussen und vergünstigten Eintritt in Museen etc bot.
Von hier fuhr dann auch der Zug, der bis ins erste Dorf Riomaggiore ca. 8 Minuten brauchte. Die meiste Zeit fuhr man durch Tunnel, nur selten gab es mal einen kurzen Blick hinaus, und der ging immer aufs Meer.

So war dann auch nach dem Aussteigen der erste Blick der auf Meer.

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Nach der anderen Seite konnte man ein paar Häuser sehen.dsc07377

Um wirklich ins Dorf zu kommen, musste man erst durch diesen Tunnel, der sicher 100 m lang war. Rechts fuhren die Züge vorbei.dsc07378

Wie in allen folgenden Dörfern sind die Gassen recht schmal und steil. Nicht umsonst sind die Dörfer für Autos (bis auf ein paar Einheimische) gesperrt.

Wir wollten in Riomaggiore das Castello ansehen und machten dabei einen großen Fehler, der aber letztendlich nicht der Schlechteste war.
Das Castello liegt etwas höher, also gingen wir die Straße lang. Die wurde immer steiler und steiler, so dass wir schon umdrehen wollten. (Es gibt übrigens auch einen Aufzug, nur der wurde gerade gewartet).

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Es kam dann ein Bus vorbei, auf dem Castello stand, und ich dachte, es gäbe vielleicht einen Shuttlebus dahin. Also hielten wir ihn an und stiegen dazu. Unsere Cinque Terre Cards waren ja auch dafür gültig.
Als der Bus dann immer länger unterwegs war, wussten wir, dass dieser Bus nicht zu dem Castello fährt, zu dem wir wollten. Er fuhr immer höher und höher zurück Richtung La Spezia. Irgendwann waren wir dann am Ziel. Vermutlich ist das ein Ausgangspunkt für Wanderungen in die Cinque Terre.
Naja, wir blieben einfach sitzen und fuhren wieder mit zurück. Aber zumindest haben wir wundervolle Landschaft und tolle Ausichten gehabt. Und etwas kühlere Luft, denn wir waren schon deutlich weiter oben.

Das Castello haben wir dann nicht mehr besucht, sondern liefen wieder Richtung Bahnhof. Denn hier begann der Wanderweg zwischen Riomaggiore und dem nächsten Dorf Manarola, der Via dell’ Amore. Das ist der kürzeste Wanderweg in den Cinque Terre und der einzige, den man auch ungeübt und ohne Wanderausrüstung laufen kann. Diesen knappen Kilometer wollte ich uns zumuten, da er wundervolle Ausblicke auf die Küste bieten soll. Aber zu unserem Pech (bzw. zum Glück der Jungs) ist der Wanderweg doch tatsächlich wegen Wartung geschlossen, und zwar gleich bis 2018. Na toll.

Also gingen wir auf die Aussichtsplattform des Via dell’ Amore, um wenigstens einen kleinen Eindruck von der Schönheit zu kriegen.

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Blick auf den Bahnhof von Riomaggiore.

Wir fuhren nun also mit dem Zug weiter nach Manarola. Zwischen den Dörfern braucht der Zug jedes Mal rund 4 Minuten, und es geht weiter hauptsächlich durch Tunnel.

In Manarola angekommen ging es vom Bahnhof aus wieder durch einen Fußgängertunnel, bis man mitten im Dorf stand. Hier ist uns sofort die Kirche über dem Dorf ins Auge gesprungen, die auch auf meinem Besichtigungszettel stand.

Weil nach Meinung der Jungs sowieso alle Kirchen gleich aussehen, haben die sich schon mal gleich ein schattiges Plätzchen gesucht, und wir sind losmarschiert. War letztendlich gar nicht so hoch und so weit, wie es aussah.
Unterwegs hatten wir gleich noch Gelegenheit uns das hübsche Dorf anzusehen.

Irgendwie ist eben doch nicht jede Kirche gleich.

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Die Aussicht? Gigantisch.

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Auf dem Rückweg haben wir die Jungs eingesammelt und uns auf den Weg ins untere Dorf gemacht. Dort gab es eine Kleinigkeit zu essen und dann ging es weiter Richtung “Strand”.

Hafen, Strand, Strand, Hafen… man weiß es nicht so genau.

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Die Menschenmassen, die da am Felsen lang laufen, wollten zur Schiffsanlegestelle.

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Von hier aus ging es zurück zum Bahnhof.

Das nächste Dorf, Corniglia, haben wir ausgelassen. Hier darf man schon vom Bahnhof aus über 300 Stufen laufen, um überhaupt erst mal ins Dorf zu kommen. In der größten Mittagshitze fanden wir das nicht so erstrebenswert. Später haben wir erfahren, dass es wohl auch einen Shuttlebus vom Bahnhof zum Dorf gibt. Aber egal.

Also fuhren wir direkt weiter bis Vernazza. Hier haben wir sogar zwei Strandbereiche entdeckt.

Aber erst einmal wieder der Blick ins Dorf.

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Wie in allen Dörfern: kleine schmale Gassen, viele Menschen, Häuser in Etagen übereinander in die Berge gebaut.

Der erste Strandabschnitt, eher zum Sonnenbaden geeignet, glaube ich, und spektakulär und  mit instinktiv eingezogenem Kopf zu erreichen.

Zum zweiten Strandabschnitt kam man durchs Dorf. Direkt am Strand liegt eine Kirche, die wir uns natürlich ansehen mussten.

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Der Strand war dann wieder beides, Hafen und Strand.

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Das Castello Doria haben wir uns geschenkt und sind direkt wieder durchs Dorf Richtung Bahnhof marschiert.

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Von hier aus ging es dann nach Monterosse, das letzte und größte Dorf der Cinque Terre. Hier gibt es einen größeren Sandstrand, es sieht alles schon wieder etwas mediterraner aus, und es gibt einen großen Parkplatz direkt am Strand.
Das Dorf ist zweigeteilt. Mit dem Zug kommt man direkt am langen Sandstrand an. Hier haben wir erst mal eine kleine Pause gemacht und was kaltes getrunken.

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Wir wollten eigentlich nur die Statue des Giganten an diesem Tag sehen, weil wir in Monterosso auch noch mal mit dem Schiff anlegen wollten. Nur haben wir die Statue leider nicht gefunden. Also haben wir einen netten Spaziergang über die Strandpromenade gemacht, Souvenirs gekauft, und sind dann nicht so spät wieder Richtung La Spezia zurückgefahren. Das hatte den Vorteil, dass der Zug noch nicht so voll war. Später hat sich das mit Sicherheit geändert.

Am Abend waren wir doch richtig kaputt. Auch wenn wir gar nicht so viel gelaufen sind: es ist eben doch anstrengend, und bei der Hitze gleich dreimal.

Mit genügend Zeit, ohne Teenager und ausreichend gefüllter Urlaubskasse macht es Sinn, nicht mehr als 2 Dörfer an einem Tag anzusehen. Dann schafft man auch jede Kirche, die Castelli und die wirklich süßen Gassen. Und es macht auch Sinn, nicht gerade im Hochsommer hierher zu fahren.

So, und hat jetzt jemand bis hierher durchgehalten? Der hat ein Bienchen verdient. 🙂

Wer noch mal Teil 1 meiner kleinen Urlaubreihe nachlesen will, geht hier entlang.

 

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