{Mallorca #4} Inselrundfahrt Teil 1

Heute geht es endlich weiter mit meiner kleinen Mallorca-Reihe.

Für Dienstag hatten wir einen Ganztagesausflug gebucht. Diesen hatten wir schon geplant, als wir den Urlaub gerade mal gebucht hatten, und wir waren sehr gespannt darauf. Vorweg genommen, wir wurden nicht enttäuscht.

Dieser Ganztagesausflug wird als Inselrundfahrt verkauft. Das ist natürlich nicht ganz richtig, denn es wird “nur” eine Rundfahrt durch den Nord-Westen der Insel gemacht, aber die hat es dafür in sich. Bus, Schiff, Tram und Bahn, etwas Kultur, ganz viele Berge und wunderbares Meer, abenteuerliche Straßen, was will Frau mehr.

Also sind wir früh – für Ramonas Befinden viel zu früh 😀 – aufgestanden, denn schließlich mussten wir um halb 9 an der Bushaltestelle sein, und wir wollten vorher ja noch frühstücken.

Wir waren die ersten, die der Bus einsammelte, so dass wir erst noch eine Weile unterwegs waren, bis alle dabei waren.
Ab Palma ging es dann praktisch richtig los.

Unser Tourführer Toni, der das übrigens hervorragend gemacht hat, erzählte uns erst mal, was uns an diesem Tag erwarten würde. Während er erzählte, passierten wir die Ebene nordlich von Palma und den Ort Inca, der vor allem durch seine Lederprodukte bekannt ist, aber ansonsten nicht so spannend aussah, und näherten uns den Bergen des Tramontana-Gebirges. So schön langsam zum dran gewöhnen wurde die Strecke immer kurviger. Spannenderweise waren hier und auf der ganzen Serpentinenstrecke viele Radsportler, und ich meine wirklich viele, unterwegs. Auch die sind ein Grund, dass man für die Strecke ewig lange braucht.

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Unser erstes Ziel dann war das Kloster Lluc, das einmal im Jahr regelrecht Pilgerstätte wird. Hier konnten wir einen Blick in die Kapelle werfen, in der es eine Figur der einzigen Heiligen von Mallorca gibt, und es gab Zeit für einen Kaffee. Auch viele Radfahrer nutzten dieses Kloster für eine Pause.

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Zurück auf der Straße hatten wir dann noch mal einen tollen Blick auf das Kloster.

Es ging weiter, und die Serpentinen wurden immer abenteuerlicher. Wir hatten auf jeden Fall genügend Gelegenheiten, unseren Fahrer “Super”-Juan zu bewundern.

Von einem Aussichtspunkt in ca. 700 m Höhe (höher ging es für uns nicht), der direkt am sogenannten “Krawattenknoten”, einer einzigartigen 270-Grad-Kehre, an der die Straße praktisch um sich selbst kreist, liegt, hatten wir einen tollen Überblick über Berge und Meer. Und über die Serpentinen, die schon hinter uns lagen, und die, die noch vor uns lagen. Phänomenal. Ich mag Berge ja nicht so wirklich, aber dieser Ausblick war wirklich wunderschön.

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Ist das nicht herrlich?
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Der Wahnsinn… und das alles mit Gegenverkehr und Fahrradfahrern von vorn, von hinten und von überall. Ich möchte das nicht fahren, und ich würde diese Tour aus diesem Grund auch nie im eigenen (Miet-)Auto machen.
“Krawattenknoten” auf dem Weg nach La Colobra. Quelle: wikipedia.org
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Die Unterführung von dem Bild darüber

So, naja, auf jeden Fall sind wir dann irgendwann heil am Zielort der Busetappe angekommen. La Colobra, oder auf mallorquinisch Sa Calobra, ist eigentlich kein richtiges Dorf, es gibt nur ein paar Häuser, jede Menge Parkplätze und ein paar Restaurants.. Aber das macht nichts, schließlich geht es hier nur um die beeindruckende Bucht.

Sind das nicht wunderschöne Farben? So türkis sah das Meer hier wirklich aus.
Sind das nicht wunderschöne Farben? So türkis sah das Meer hier wirklich aus.

Wir konnten praktisch gar nicht mehr aufhören zu fotografieren und zu genießen. Deshalb musste hier auch unbedingt ein Selfie sein.

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Wenn man nun den Weg ein wenig weiter ging und zwei schmale Tunnel passierte, kam man zur nächsten Schlucht, nämlich der, wo der Torrent de Pareis (ein Sturzbach) ins Meer mündet. Durch die Brandung ist aber der Kies zu sehr aufgeschüttet, so dass es zwischen Bach und Meer ein recht großes Stück trockene Kiesfläche gibt, die als Strand genutzt wird. Mir wäre es zu steinig, aber wer das mag…

In der Schlucht, wo der Bach aus den Felsen tritt, waren wir leider nicht. Das wäre noch ein Stück gewesen. Im nachhinein etwas schade, nachdem ich nun nochmal nachgelesen hatte. Aber alles geht eben doch nicht zu sehen in der kurzen Zeit.

Nachdem wir noch etwas gegessen hatten, ging es dann auch schon weiter, dieses Mal mit dem Schiff, einem Katamaran, der 350 Leute fasst. Und die waren auch drauf.
Das war eigentlich das einzig wirklich enttäuschende an der Tour, denn wir sind von einem eher kleineren Schiff ausgegangen. Aber wahrscheinlich könnten dann einfach nicht genügend Menschen transportiert werden, und die Brandung auf dieser Strecke erfordert wohl auch ein Boot dieser Größe.

Hier steht schon unser Katamaran bereit.
Hier steht schon unser Katamaran bereit.

Vorbei ging es dann an der Steilküste, an der es zwischen La Colobra und unserem Zielort Port Sóller nur einen einzigen weiteren Ort gab.

Der Blick zurück...
Der Blick zurück…

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Und so kamen wir dann in Port Sóller an.

Puh, ganz schön lang schon. Weil ich von diesem Tag sicher noch mal genauso viel Material habe, mache ich hier mal Schluss und es gibt einen zweiten Teil von der Inselrundfahrt. Freut euch, es gibt noch ein paar tolle Fotos.

Wie sieht es aus: Gefällt euch die Bucht von La Colobra genauso wie uns? Und was sagt ihr zur Serpentinenstrecke? Ich freu mich über eure Kommentare.

 

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