Der tägliche Wahnsinn

Luna & Rambo

Nun ist Luna, die kleine schwarze Schönheit, schon etwas mehr als 6 Wochen bei uns.

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So langsam taut sie auf, wird mutiger, will spielen und aktiv sein.
Sie meldet sich deutlich, wenn sie nichts mehr zu fressen hat und fordert ihre Leckerli ein.
Sie liebt den Federwedel, zum Spielen und vor allem zum Streicheln, denn er ersetzt die Hand. Vor der hat sie immer noch Angst, wenn auch schon deutlich weniger. Ab und zu lässt sie sich schon auch mal für nen Moment kraulen, am einfachsten, wenn sie ihre Leckerli kriegt. Dann wird das ein richtiges Spiel. Wenn sie dann irgendwann mal keine Angst mehr hat, wird das eine totale Schmusekatze werden, glaube ich. Schnurren kann sie jetzt schon wie eine ganz große :-).
Auch andere Spielzeuge sind inzwischen interessant und werden bespielt. Sie springt durchs Wohnzimmer und jagt Mäuse (unechte natürlich ;-)) und Fliegen (echte). Auch ihre Leckerli möchte sie am liebsten jagen, so fliegen die halt oft auch durchs Wohnzimmer. Und immer öfter werden sie auch versteckt und sie sucht sie (geknülltes Papier macht sich super dafür). Es macht Spaß, ihr dabei zuzusehen.

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Sie läuft nicht mehr immer weg, sobald jemand in ihre Nähe kommt, und verschwindet nur noch selten unter die Couch. Vor allem mir springt sie auch schon um die Füße rum, auch wenn ich grad laufe. Sie setzt sich vors Bad oder vor die Küche, bis ich endlich wieder raus komme, und das gleiche Spiel auch vorm Schlafzimmer, wo ja mein PC steht. Dann legt sie sich halt quer in den Flur und döst dort rum.

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Das Schlafzimmer fängt sie nun auch an zu erkunden. Immer öfter wagt sie sich rein und schaut sich alles an, riecht dran, und hat schon Verstecke gefunden ;-).

Es geht also voran.

In den letzten Wochen, seit Luna sich immer mehr traut, haben wir gemerkt, dass sie gerne viel mehr rumspringen und spielen will, aber nicht immer nur allein. Das können und wollen wir nicht leisten. Wir haben uns deshalb entschlossen, ihr einen tierischen Spielgefährten zu holen.
Uns war wichtig, dass das Tier jung ist (also circa ein halbes Jahr), um allen die Eingewöhnung zu erleichtern. Außerdem sollte es zurückhaltend genug sein, um Luna nicht ihre Position als Erstkatze streitig zu machen (schließlich wollen wir nicht, dass sie sich wieder zurückzieht), aber auch keine Angst haben. Es sollte Menschen kennen und mögen und sich gerne streicheln lassen. Unsere Hoffnung: dass Luna dadurch sieht, dass eine Menschenhand nichts schlimmes ist. Außerdem sollte das Tier gerne spielen, was durch das junge Alter ja fast automatisch gegeben ist.

Am Samstag waren wir deshalb auf der Auffangstation der Katzenhilfe, um uns ein Tier auszusuchen. Wir haben uns ziemlich schnell verliebt, in einen weiß-grauen wunderschönen Kater, der zwar noch etwas schüchtern war, sich aber problemlos hochnehmen und streicheln ließ und sofort seinen Schnurrmotor angeschmissen hat. Für ihn haben wir uns dann entschieden.

Nachdem er am Montag noch kastriert wurde, ist er nun gestern bei uns eingezogen.

Darf ich vorstellen, das ist Rambo:

Auf Lunas Platz
Auf Lunas Platz

Ob er seinem Namen alle Ehre macht, müssen wir noch sehen. Ich hoffe, nicht allzusehr, sonst haben wir unseren Spaß ;-).

Bisher ist davon noch nichts zu spüren. Nachdem er anfangs unterm Badschrank saß und sich nicht rührte, mussten wir ihn erst mal suchen, als ich abend vom Sport wiedergekommen bin. Er saß – Achtung 🙂 – in dem schmalen Spalt zwischen PC und PC-Regalseite (ca. 5cm breit).

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Also haben wir mal die Schlafzimmertür geschlossen, und ich habe versucht, ihn zu erwischen. Nach ein paar Versuchen und etwas hin- und herspringen im Schlafzimmer ist mir das irgendwann auch gelungen. Auf dem Arm hat sich Rambo dann sehr schnell beruhigt und ich konnte ihn lange und ausgiebig streicheln. Auch ein wenig gefressen hat er dann.

Irgendwann bin ich dann mit ihm ins Wohnzimmer. Er hat sich erst mal alles angeschaut (man könnte fast meinen, Fluchtwege gesucht ;-)). Und dann hat Luna ihn irgendwann entdeckt und er Luna. Ab dann wurde es interessant.

Sie mauzten sich fleißig an, Luna fauchte und knurrte auch mal, und als Rambo versuchte, sich ihr anzunähern, hat er erst mal einen leichten Hieb bekommen. Aber alles im grünen Bereich.

Rambo suchte sich noch öfters mal neue Verstecke, war aber auch immer wieder mal zu sehen. Und er wagte sich tatsächlich, Lunas Sessel zu besetzen 😉 (Foto oben).
Luna lag so lange unter ihrer ebenfalls heiß geliebten Bank:

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Naja,lange durfte Rambo nicht dort liegen bleiben. Er rutschte dann ins Regal rüber.

Ich musste dann irgendwann mal ins Bett, wohl in dem Wissen, doch nicht schlafen zu können. So war es dann natürlich auch.

Rambo hat sich ein neues Versteck gesucht, aus dem er wohl alleine nicht mehr rauskam, wie wir heute morgen dann feststellen konnten. Er mauzte die halbe Nacht ziemlich laut und ängstlich, obwohl Luna ruhig auf ihrem Sessel lag. Also sind wir heute morgen um 5 Uhr dann doch mal aufgestanden, um nach ihm zu schauen. Er lag hintern Fernsehregal (auch nur ca. 5 cm Platz), und zwar ganz am Ende. Nach der Seite gab es aber keinen Ausgang, und für den Rückwärts-Ausstieg war es zu eng. Also haben wir mal kurz noch Regal geschoben. Morgens um 5 haben wir ja nix andres zu tun.

Ich bin dann den ganzen Morgen, bis ich losmusste, bei den beiden geblieben. Rambo wechselte immer wieder den Platz zwischen unter der Kommode und hinter der Couch und ab und zu mal ein Erkundungsgang bis in den Flur. Luna saß immer dort, wo sie ihn beobachten konnte, fauchte und knurrte ihn gelegentlich an.

Momentan herrscht Ruhe. Rambo hat sich hinter der Couch verkrochen und wagt sich nur gelegentlich mal ein Stück raus. Luna hat sich soweit beruhigt. Sie sucht nicht mehr die ganze Zeit nach dem Kater und faucht rum, sondern liegt entspannt in ihrem Sessel.

Mal sehen, wie lange die beiden brauchen werden, um sich aneinander zu gewöhnen, und ob sie sich mögen oder nur akzeptieren werden. Wir sind gespannt.

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